Kirchheim vernetzt
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Förderverein Bürgerbus Kirchheim e.V.

Vorschaubild

Dieter Loch

Goldgrabenweg 4
36275 Kirchheim

Telefon (06625) 7518

Von der süßen Schokolade zur sauren Gurke !

- Kirchheimer Bürgerbusler unterwegs -

 

Es gehört seit vielen Jahren zur Tradition, dass die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbusvereins Kirchheim Mitte September mit ihren Angehörigen und Freunden des Vereins eine mehrtägige Reise durchführen. Diesmal war die 100 000 Einwohner zählende Stadt Cottbus und der Spreewald ihr Ziel.

Besucherwerk Lichterfeld
Auf ihrem Weg dorthin wurde zunächst ein Abstecher nach Lichterfeld gemacht, um hier eine der größten beweglichen Arbeitsmaschinen der Welt, die F 60, zu besichtigen. Und man kam sich wirklich sehr klein vor, als man vor der 502 Meter langen, 204 Meter breiten und fast 80 Meter hohen Abraumförderbrücke stand.

 

Nur 2 Jahre war dieses gigantische Gerät im Braunkohletagebau eingesetzt und beförderte in dieser Zeit ca. 27 Mio. cbm Abraum.

 

Am nächsten Tag stand der Besuch der „Confiserie Felicitas“ in Spremberg-Hornow auf dem Programm. Bei einer kurzen Vorstellung des Betriebes wurden den Fahrtteilnehmern neben heißer Schokolade herrlich schmeckende Pralinen serviert. In einem Film wurde dargestellt, wie das belgische Ehepaar Godele und Peter Bienstman, 1992 mit der Idee, in der Lausitz Schokoladenprodukte und Pralinen aus ihrer Heimat zu erzeugen, begonnen und sich bis heute zu einer führenden Confiserie entwickelt haben.

 

Ganz besonders überrascht war die Besuchergruppe, als sie von dem überaus freundlichen Ehepaar mit großer Herzlichkeit persönlich begrüßt wurden. Natürlich nahm man die Gelegenheit gerne wahr, um verschiedene Schokoladenprodukte als Mitbringsel einzukaufen.

 

Anschließend führte die Fahrt weiter durch den Spreewald nach Straupitz, wo die Besichtigung einer Holländer Windmühle, die letzte existierende Dreifachwindmühle, anstand. In ihr wird heute noch Leinöl gepresst.

 

Bei einem Gang durch die Ölmühle erfuhr man viel Wissenswertes und Spannendes zum Thema Leinöl und konnte natürlich auch bei der Herstellung des „Spreewaldgoldes“ dem Müller über die Schulter schauen.

Straupitz, Besichtigung einer Holländer Windmühle

Dass viele Fahrtteilnehmer beim anschließenden Mittagessen das Spreewälder Nationalgericht probierten, war natürlich Ehrensache. Schließlich heißt es nicht umsonst: „Leinöl, saure Gurken und Quark, machen den Spreewälder stark!“ Und das verspürten auch die Kirchheimer Gäste.

 

Eine Stadtrundfahrt durch Cottbus mit seinen vielen alten und neuen Sehenswürdigkeiten rundete einen ereignisreichen Tag ab.

 

Am dritten Tag startete man bei strahlendem Sonnenschein nach Boblitz zur bekannten Gurkeneinlegerei „SPREEWALDRABE“

Boblitz, Gurkeneinlegerei „SPREEWALDRABE

Hier spitzten Alle die Ohren, um zu erfahren, wie die Spreewaldgurke von der Anlieferung über viele Förderbänder, aber manchmal auch noch sehr viel in Handarbeit, schließlich ins Glas gelangt. Natürlich nutzte man auch die Gelegenheit, die verschiedenen Gurkenarten zu verkosten.

 

Und was darf beim Besuch des Spreewaldes auf keinen Fall fehlen: eine Kahnfahrt!

Kahnfahrt

Gestartet wurde von Lübbenau aus mit 2 Kähnen zum Freilandmuseum Lehde. Unterwegs erklärten  die Fährfrau und der Fährmann den Gäste viele wissenswerte Dinge. Mit ihren über vier Meter langen Stangen aus Eschenholz, dem Rudel, stießen sie sich dabei fast schwerelos direkt vom Boden der Fließe ab. Ohne Hektik und ohne Motor, begleitet vom Plät-schern des Rudels und von kurzweiligen Ge-schichten der Kahn-fährleute, erschloss sich so der Reisegruppe das einmalige Labyrinth der Spreewaldfließe.

 

Nach dem Abendessen ergab sich die Möglichkeit, die Stadt Cottbus zu erkunden oder sich einfach im Biergarten des Hotels noch ein wenig zu unterhalten und bei einem Getränk den Tag ausklingen zu lassen.

 

Viel zu schnell verging die Zeit und so hieß es am Sonntag auch schon wieder Abschied von Cottbus und dem Spreewald zu nehmen.  Bemerkenswert für alle Kirchheimer war die Tatsache, dass während des Aufenthaltes im Spreewald verschwindend wenig Stechmücken versucht hatten, ihren Bluthaushalt aufzufüllen.

 

Durch das Lausitzer Seenland ging die Fahrt zunächst nach Dresden wo man bei einer Stadtrundfahrt einige Sehenswürdigkeiten der sächsischen Landeshauptstadt besichtigte.

 

In besonderer Erinnerung wird wohl Allen die „Pfunds Molkerei“ bleiben. Diese 1880 von den Gebrüdern Pfund gegründete Molkerei gilt heute noch als „schönster Milchladen der Welt“.

Die „Pfunds Molkerei“

 

Weiter ging die Fahrt vorbei an den Brühlschen Terrassen, dem Zwinger, dem Residenzschloß und der Semperoper ­– wo immer noch viele Menschen glauben, dass in diesem Gebäude auch die Radeberger Brauerei ansässig sei – weil beide ja immer in der Werbung in Verbindung gebracht werden.

 

Nach dem Mittagessen nutzte die Gruppe natürlich die Gelegenheit, die Frauenkirche zu besuchen.  Durch das Schicksal der Zerstörung und den erfolgreichen Wiederaufbau ist diese Kirche weltweit zu einem Wahrzeichen für Toleranz und Frieden geworden.

Auch die Besichtigung des Fürstenzuges durfte nicht fehlen, wo auf einem 101 Meter langen Wandbild aus Meißner Porzellan die Herrscher des Hauses Wettin als Reiterzug dargestellt sind. Hierfür wurden über 24.000 Fliesen verwendet.

Frauenkirche

Wenn man Dresden einen Besuch abstattet, gehört natürlich auch der Verzehr der Original Dresdener Eierschecke, einer Kuchenspezialität aus Sachsen, dazu. Hierzu luden der Vorstand des Bürgerbusvereins die Fahrtteilnehmer auf der Heimfahrt ein.

 

Vorbei an Jena und Eisenach ging es dann nach Hause wo man gegen 19 Uhr wieder in Kirchheim eintraf. Ein besonderer Dank galt zum Schluss wie immer Carsten Arndt aus Breitenbach, der die „Bürgerbusler“ wieder sicher chauffiert hatte.

 

Eine schöne erlebnisreiche, aber vor allem sehr harmonische und stressfreie Fahrt ging somit zu Ende. Beim Aussteigen aus dem Bus war den ehrenamtlichen Fahrern des Bürgerbusvereins klar: „Ab Montag müssen wir wieder ans Steuer, aber wenn Alle gesund bleiben, werden wir uns im Herbst 2019 ganz bestimmt wieder fahren lassen!“

 

Fotos: A. Loch

Text:   D. Loch

 

 

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Förderverein Bürgerbus Kirchheim zog Bilanz 2017

Dieter Loch neuer Vereinsvorsitzender

 

Obwohl die derzeitige Grippewelle auch vor den Bürgerbusfahrern nicht Halt macht, konnte Vereinsvorsitzender Martin Boländer am vergangenen Samstag fast alle Fahrerinnen und Fahrer sowie weitere Vereinsmitglieder im DGH Reckerode zur Jahreshauptversammlung begrüßen.

 

In seinen Grußworten bedankte sich Kirchheims Bürgermeister Manfred Koch auch im Namen des verhinderten Oberaulaer Bürgermeisters Klaus Wagner bei den z.Zt. 24 Fahrerinnen und Fahrern für deren ehrenamtliche Tätigkeit. Bürgermeister Manfred Koch berichtete von sehr vielen Anrufen anderer Kommunen, bei denen es immer um die Frage ging, welches das Geheimnis wäre, dass dieses Projekt nunmehr schon 32 Jahre Bestand habe. Und immer wieder sei es dieselbe Antwort, so Bgm. Koch, es seien die Menschen die auf freiwilliger Basis und unentgeltlich diesen Verein am Leben erhalten würden. Sehr oft sei in Hessen und anderen Bundesländern der Versuch eines Bürgerbusses gestartet; es gäbe auch in verschiedenen Gemeinden Busse, die auf telefonische Anfrage Personen beförderten, aber es sei bisher einzigartig, dass, wie in Kirchheim, nach Fahrplan gefahren würde. Und dies nunmehr seit 1986. In all diesen Jahren sei an keinem Tag der Bus einmal ausgefallen.

 

In seinem Jahresbericht stellte Vorsitzender Martin Boländer fest, dass im Jahr 2017 insgesamt 5406 Personen mit den beiden Bürgerbussen befördert wurden.  Man habe auch 2017 bei den Vormittagstouren den Bereitschaftsdienst beibehalten, der vorsah, dass bei Überfüllung des einen Busses ein zweiter Bus eingesetzt wurde, der die zusätzlichen Fahrgäste nach Bad Hersfeld brachte. Hierbei konnte auch festgestellt werden, dass die Personenbeförderung an bestimmten Wochentagen besonders groß war.

 

Insgesamt wurden 2017 mit beiden Bussen 47.075 Kilometer unfallfrei zurückgelegt.

Mit Stolz verkündete Martin Boländer, dass seit Beginn des Bürgerbusbetriebes 1986 mit den Bussen 1.669.247 Kilometer unfallfrei gefahren wurden.

 

Als wichtigste Veränderung im vergangenen Jahr bezeichnete M. Boländer die Auflösung der Hersfelder Eisenbahn Gesellschaft mbH (HEG) zum Ende des Jahres 2017, die seit 1986 als Konzessionsträgerin aufgetreten war.

Mit Beginn des Jahres 2018 wird der Bürgerbus Kirchheim nunmehr von einem anderen Tochterunternehmen der Hessischen Landesbahn weiterbetrieben, nämlich der HLB Hessenbus GmbH in Kassel.

Dies erkläre auch die Auswechslung der Nummernschilder an den Bussen, die jetzt ein KS- Kennzeichen tragen würden.

Als neuer Bürgerbusfahrer konnte 2017 Wolfgang Curth begrüßt werden, die langjährige Bürgerbusfahrerin Irene Holznagel schied 2017 aus, weil sie mit ihrem Lebensgefährten wieder nach Berlin gezogen war.

 

Neben dem Fahrdienst erinnerte Martin Boländer in diesem Zusammenhang auch an die geselligen Momente, die im Bürgerbusverein ebenfalls von großer Bedeutung seien. Hierbei erwähnte er das jährliche Schlachtekohl-Essen, eine Grillfeier in Gershausen sowie eine 4tägige Fahrt in das Altmühltal und schließlich die Weihnachtsfeier, die alle von den Fahrerinnen und Fahrern mit ihren Ehepartnern gut angenommen wurden.

 

Sein Dank galt abschließend der HEG als ehemalige Konzessionsträgerin, den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und dem Schwalm-Eder-Kreis sowie den Gemeinden Kirchheim und Oberaula, aber ganz besonders seinen Fahrerinnen und Fahrern, sowie seinen Vorstandsmitgliedern.

 

Bei den anschließenden Neuwahlen des Vorstandes hatte Martin Boländer bereits im Vorfeld angekündigt, dass er aus Altersgründen nicht mehr kandidiere. Seit 2012 hatte er dieses Amt inne.

Einstimmig wurde von den Anwesenden Dieter Loch aus Gershausen zum neuen Vorsitzenden des Fördervereines Bürgerbus Kirchheim e.V. gewählt.

In ihren Ämtern wurden folgende Vorstandsmitglieder einstimmig bestätigt:

2. Vorsitzende: Angelika Schaub. Kassierer: Gerhard Kunz. Fahrmeister: Reinhold Schenk. Schriftführer: Heinrich Schenk.

 

Dieter Loch bedankte sich bei den Anwesenden für das in ihn gesetzte Vertrauen und erklärte nochmals die Einzigartigkeit dieses Vereins. Sehr oft höre man bei den Fahrgästen die Feststellung: „Was würden wir nur machen, wenn es den Bürgerbus nicht gäbe!“ – „Unsere oberste Aufgabe als Fahrerin und Fahrer sollte es daher sein, dieses in uns gesetzte Vertrauen jeden Tag zu bestätigen; durch Pünktlichkeit, Freundlichkeit und Sicherheit!“ betonte der neue Vorsitzende.

Aber auch die Anwerbung neuer Fahrerinnen und Fahrer sei eine seiner wichtigsten Aufgaben. Je mehr Personen zur Verfügung ständen, desto geringer sei die Belastung für den Einzelnen.

Er wünschte sich, dass auch im 32. Jahr seit dem Beginn des einstigen Modellvorhabens unter dem Motto „Bürger fahren für Bürger“ die Bereitschaft für Andere da zu sein, weiterbestehe, und dies ganz ohne parteipolitischen Einfluss.  

 

 

Der Bürgerbusvorstand (v.l.): Kassierer Gerhard Kunz, Fahrdienstleiter Horst Schaub, Fahrmeister Reinhold Schenk, 2. Vorsitzende Angelika Schaub, Bürgermeister Manfred Koch, ehem. 1. Vorsitzender Martin Boländer, Schriftführer Heinrich Schenk und der neue Vorsitzende Dieter Loch.

Foto: Wilfried Schuch

 

Abschließend  wünschte der neue Vorsitzende Dieter Loch   den Fahrerinnen und Fahrern für das restliche Jahr 2018 immer eine unfallfreie Fahrt.

 

Falls auch Sie sich für den Bürgerbusverein interessieren (sowohl als Fahrerin/Fahrer oder auch als förderndes Mitglied) rufen sie uns an! Wir freuen uns!

 

Ansprechpartner: Dieter Loch, Tel. 06625-7518  

                               Angelika Schaub, Tel. 06625-7308

 

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Unser Motto "Bürger fahren für Bürger"
Was im Jahr 1985 als Modellversuch des Landes Hessen begann, läuft nunmehr seit mehr als 25 Jahren als feste Einrichtung der Gemeinde Kirchheim.

Unter dem Motto „Bürger fahren für Bürger“ wurde in einem Modellvorhaben mit einem Kleinbus für 8 Personen, der die Verkehrsverbindungen der zwölf Ortsteile Kirchheims untereinander sowie die Anbindung an die Kreisstadt Bad Hersfeld deutlich verbessern sollte, begonnen. Wie in einer Selbsthilfeorganisation haben die Bürger dann selbst festgelegt, wo und zu welchen Zeiten ihr Bürgerbus fahren soll.

 


Damit das Vorhaben auch reibungslos ablaufen konnte, wurde ein Verein gegründet. An der Betreuung dieses in Hessen einmaligen ÖPNV-Projektes sind der Landkreis Hersfeld, als Betreiber die Hersfelder Eisenbahn GmbH (HEG), der Schwalm-Eder-Kreis und die Gemeinden Kirchheim und Oberaula beteiligt.

Der gelbe Bürgerbus der Gemeinde Kirchheim fährt regelmäßig an allen Werktagen von Montag bis Freitag seine Vor- und Nachmittagstour von insgesamt 220 km täglich. Er verbindet die Ortsteile Kirchheims untereinander und zusätzlich mit einigen Ortsteilen der Nachbargemeinden Oberaula und Breitenbach sowie der Kreisstadt Bad Hersfeld zu einem kostengünstigen Tarif.

Möglich ist dies nur durch die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer, die unentgeltlich für ihre Mitbürger den Bürgerbus fahren und die im Förderverein Bürgerbus Kirchheim e.V. zusammengeschlossenen Helferinnen und Helfer,  die für Organisation und Betrieb des Bürgerbusses zuständig sind.

 

Mit dem Bürgerbus lassen sich vielerlei Termine bequem erledigen: Einkäufe, Arzttermine, Besuche im Klinikum Bad Hersfeld, Fahrten zum Bahnhof nach Bad Hersfeld oder Besuche von Freunden und Bekannten in den Ortsteilen.

    Vormittagsroute:
Der Bürgerbus beginnt seine Fahrt um 8:10 Uhr in Kirchheim fährt über Goßmannsrode und Reckerode wieder zurück nach Kirchheim und anschließend durch das Aulatal nach Oberaula und durch das Ibratal zurück nach Kirchheim. Nach Anfahrt verschiedener Haltestellen in Kirchheim geht die Fahrt um 9:30 Uhr über Reckerode nach Bad Hersfeld. Dort hat der Bürgerbus von 9:45 Uhr Aufenthalt bis zur Rückfahrt um 12:05 Uhr. Die Rückfahrt erfolgt über die Lange Heide nach Kirchheim, durch das Ibratal nach Oberaula und durch das Aulatal zurück nach Kirchheim (13:14 Uhr).

    Nachmittagsroute:
Beginn 13:20 Uhr in Kirchheim durch das Ibratal nach Oberaula und weiter durch das Aulatal zurück nach Kirchheim. Nach Anfahrt verschiedener Haltepunkte in Kirchheim geht die Fahrt um 14:20 Uhr über Reckerode nach Bad Hersfeld. Aufenthalt in Bad Hersfeld von 14:35 bis 17:00 Uhr. Rückfahrt über die Lange Heide nach Kirchheim, durch das Ibratal nach Oberaula und durch das Aulatal zurück nach Kirchheim (18:09 Uhr).

Die Haltestelle in Bad Hersfeld befindet sich am Marktplatz vor der Bücherei. Bei Bedarf wird das Klinikum Bad Hersfeld und der Bahnhof in Bad Hersfeld angefahren. Dies ist dem Fahrer vor Antritt der Fahrt mitzuteilen.

Fahrgäste aus den Kirchheimer Ortsteilen Goßmannsrode und Rotterterode, aus Oberaula-Friedigerode und Breitenbach-Machtlos können bei Bedarf ihre Fahrt beim Fahrer des Bürgerbusses unter der Rufnummer  0172/8761543 morgens ab 8:05 Uhr anmelden.                        

Zur Zeit verfügt der Verein über 21 Bürgerbusfahrer (3 Fahrerinnen und 18 Fahrer). Diese fahren im Schnitt an 2 Tagen im Monat entweder die Vormittags- oder die Nachmittagstour. 

 


Förderverein Bürgerbus Kirchheim e.V.
 


Neue Fahrerinnen und Fahrer sind jederzeit gerne gesehen! 

 

 

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Am 25. Juni 2016 feierte der Bürgerbus Kirchheim sein 30-jähriges Bestehen. 

 

Er fährt … und fährt … und fährt  … !!!

Das Erfolgsmodell in Kirchheim: 30 Jahre Bürgerbus

 

 

Für viele Bürger ist es ein vertrautes Bild, wenn „der Gelbe“ – wie er liebevoll genannt wird, viermal  täglich seine Runden durch das Ibra- und Aulatal und weiter über die „Lange Heide“ nach Bad Hersfeld und zurück dreht.

Und immer wieder ist es die gleiche Feststellung, die die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer bei ihren Touren hören: „Was würden wir nur machen, wenn es den Bürgerbus nicht gäbe!“

 

Grund genug also, im Rahmen eines Grillfestes für die Fahrerinnen und Fahrer sowie deren Angehörige  die „30 Jahre Bürgerbus Kirchheim“ zu feiern.

 

Vereinsvorsitzender Martin Boländer zeigte sich erfreut, dass er neben den vielen erschienenen Mitgliedern des Bürgerbusvereins auch Landrat Dr. Michael Koch, den Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim Herrn Manfred Koch,  den 1. Beigeordneten der Gemeinde Oberaula, Herrn Roland Maurer, sowie den Ehrenvorsitzenden  des Bürgerbusvereins, Herrn  Gerhard Noltemeyer  und einige ehemalige Fahrer in der Grillhütte im OT Gershausen begrüßen konnte.

 

In einer kurzen Zusammenfassung erinnerte der Schriftführer des Bürgerbusvereins, Herr Heinrich Schenk nochmals an die Anfänge des „Unternehmens Bürgerbus“, beginnend bei der Bewerbung der Gemeinde Kirchheim um einen Modellversuch in Hessen im Jahr 1985, den Start des Fahrbetriebes mit 2 Fahrerinnen und 12 Fahrern am 02.06.1986, der Erweiterung des Bedienungsgebietes um Teile der Gemeinde Oberaula sowie des Ortsteiles Machtlos der Gemeinde Breitenbach/H. im Jahr 1987.

Er erinnerte an die vielen Besprechungen mit Vertretern des Landes, des Landkreises und der Gemeinden Oberaula und Kirchheim, die allesamt das gleiche Ziel hatten: Den Modellversuch „Bürger fahren Bürger“ zu einem Erfolg werden zu lassen.

 

Gleiches betonte auch Landrat Dr. Koch in seinen Grußworten. Dieses Modell „Bürgerbus“ sei in vielen Bundesländern gestartet, leider aber in den meisten Fällen wieder gescheitert, da es an den erforderlichen Fahrerinnen und Fahrern fehlte.

Dr. Koch bedankte sich im Namen des Landkreises bei den vielen Fahrerinnen und Fahrern, die seit dem Start vor 30 Jahren  dafür gesorgt hätten, dass dieses Modell zu keinem Auslaufmodell geworden sei.

 

Ehrenbrief des Landes Hessen für Heinrich Schenk

Erfreut zeigte sich Landrat Koch, dass er im Rahmen dieser Feier Herrn Heinrich Schenk den Ehrenbrief des Landes Hessen überreichen konnte. Heinrich Schenk war Gründungsmitglied des Bürgerbusvereins, seit Beginn Schriftführer und natürlich auch Fahrer.

 

Neben diesem Engagement war Heinrich Schenk von 1989 bis 1997 in der Gemeindevertretung und von 1997 bis heute  im Gemeindevorstand der Gemeinde Kirchheim tätig. In seiner Heimatgemeinde Goßmannsrode war er mehrere Jahre stellv. Wehrführer und Vereins- vorsitzender und beim TSV Kirchheim begleitet er seit 2009 das Amt des 1. Vorsitzenden.

 

Von links: Bgm. Manfred Koch, Heinrich Schenk, Landrat Dr. Michael Koch, Vors. Martin Boländer

 

 

Der „6. Gelbe“ in Betrieb

Bürgermeister Manfred Koch betonte in seinen Grußworten, dass man auf das Modell „Bürgerbus“ sehr stolz sei.

Er erinnerte an die Besuche seiner Amtsvorgänger und Bürgerbus-Mitglieder bei seinerseits schon bestehenden Bürgerbus-Gemeinden, an viele Gespräche mit den Verantwortlichen beim Landkreis, dem Regierungspräsidenten dem Hess. Ministerium für Wirtschaft und Technik, dem SNV, HEG und der DB, die alle zum Ziel hatten, das Unternehmen „Bürgerbus“ in Kirchheim erfolgreich abzuschließen.

 

Aber was nützt das neueste und beste Fahrzeug, wenn  der Platz „vorne links“ nicht besetzt werden kann. Dies ist jedoch nur möglich, weil im Moment 3 Fahrerinnen und 21 Fahrer ehrenamtlich zur Verfügung stehen.

 

 

Und dann gab es noch einige Zahlen für die Statistik:

Der erste Bürgerbus ging nach 6 Jahren mit einer Laufleistung von 340.00 km im Jahr 1992 in den Ruhestand.

Mittlerweile tut der 6. Bürgerbus seinen Dienst. Seit dieser Zeit werden die jeweiligen Vorgänger als Ersatz- bzw. Zweitfahrzeug in Reserve gehalten um auch bei großem Fahrgastaufkommen gerüstet zu sein.

Und dies erwies sich als eine gute Idee. Seit 2016 ist die Nachfrage so groß, dass vormittags oftmals zwei Busse eingesetzt werden müssen. Aus diesem Grund wird seit Beginn des Jahres 2016 vormittags ein zusätzlicher Bereitschaftsdienst eingeteilt.
 

Seit 1986 mehr als 41 mal um die Erde gefahren

Seit dem 02.06.1986 wurden bisher pro Jahr ca. 50.000 km zurückgelegt. Dies bedeutet eine Gesamt-Kilometerleistung von ca. 1.650.000 km, die allesamt unfallfrei gefahren wurden.

In dieser Zeit wurden ca. 264.000 Fahrgäste befördert.

 

Alle Redner wünschten den Mitgliedern des Bürgerbusvereins weiterhin viel Erfolg für die Zukunft, den aktiven  Fahrerinnen und Fahrern immer eine gute und unfallfreie Fahrt und für die Zukunft weiterhin die zufriedenen Fahrgäste, die „ihren Bürgerbus“ nicht mehr missen wollten.

 

Und in Einem waren sich alle Gastredner einig:

Sie wünschen dem Bürgerbusverein auch zukünftig  immer genügend Fahrerinnen und Fahrer, damit das Unternehmen „Bürger fahren Bürger“ noch viele Jahre erfolgreich weitergeführt werden kann.

Interessierte Bürger seien immer gerne willkommen und könnten sich bei dem 1. Vor- sitzenden Martin Boländer (Tel. 06625 – 344100) jederzeit melden.

 

Die Fahrerinnen und Fahrer verbrachten noch einige gesellige Stunden mit ihren Angehörigen in der Gershäuser Grillhütte und ließen sich die gegrillten Würstchen und Steaks mit Beilagen schmecken.

 
(Text: Dieter Loch / Fotos: Anne Loch)