Kirchheim vernetzt
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Förderverein Bürgerbus Kirchheim e.V.

Vorschaubild

Dieter Loch

Goldgrabenweg 4
36275 Kirchheim

Telefon (06625) 7518

Hier gelangen Sie zum Fahrplan des Bürgerbusses

 

Fahrplan Bürgerbus

 

 

Erster Hessischer Bürgerbus-Tag in Marburg/L. 

Kirchheimer Bürgerbus - immer noch etwas Besonderes.

 

Zu einem ersten Erfahrungsaustausch aller bestehender Bürgerbusvereine in Hessen hatte die Landesstiftung Miteinander-in-Hessen am 19. Oktober 2019 nach Marburg eingeladen.

 

Dass das Interesse an dieser Veranstaltung sehr groß war, zeigte die große Zahl der Anwesenden, die die Theaterhalle des Erwin-Piscator-Hauses bis auf den letzten Platz füllten.

Auch die Vorstandsmitglieder des Kirchheimer Bürgerbusvereins hatten sich auf den Weg nach Marburg gemacht. Begleitet wurden sie von Bürgermeister Manfred Koch.

 

Und auf dem großen Parkplatz fiel der Kirchheimer Bürgerbus zum ersten Mal nicht nur dadurch auf, dass er eine andere Farbe als die in den letzten Jahren von der Hessischen Landesregierung übergebenen Fahrzeuge hatte, sondern viele andere Bürgerbusfahrerinnen und -fahrer bestaunten auch die Höhe und Geräumigkeit des „Gelben“.

 

Vor dem Haus standen 10 neue vom Land geförderte Bürgerbusse, die im Laufe der Veranstaltung durch den Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer an hessische Kommunen und lokale Initiativen überreicht wurden, u.a. auch an die Gemeinden Friedewald und Haunetal aus unserem Landkreis.

 

Während der Veranstaltung erklärte der Staatsminister, dass mittlerweile 101 Bürgerbusse im Land Hessen unterwegs seien. Mehr als 50 Fahrzeuge wurden durch das Land Hessen durch die Offensive „LAND HAT ZUKUNFT – Heimat Hessen“ finanziert. Alle weiteren Bürgerbusse werden von den Kommunen und Sponsoren getragen.

 

Bürgerbus Marburg-1

 

 

Staatsminister Wintermeyer im Gespräch mit HR1-

 Moderator David Ahlf

 

„Hinter jedem Bürgerbus steht ein Team von durchschnittlich zehn Personen, die in ihrer Freizeit unterwegs sind. Die Projekte fördern also auch das ehrenamtliche Engagement vor Ort. Den zahlreichen Engagierten in unserem Land danke ich sehr für ihren außerordentlichen Einsatz“ ergänzte der Chef der Staatskanzlei.

 

Bei den anschließenden Workshops und Fachvorträgen wurde der Kirchheimer Bürgerbusverein öfters von den Referenten als die Einrichtung erwähnt, die mittlerweile schon 33 Jahre existiert und die somit der älteste Bürgerbusverein in Hessen sein müsse. Jedenfalls konnte niemand der Anwesenden einen Bürgerbusverein benennen, der vor 1986 seinen Dienst aufgenommen hat.

 

Bei diesen angebotenen Workshops ging es hauptsächlich um Freiwilligenmanagement, Finanzen in gemeinnützigen Vereinen, moderne Öffentlichkeitsarbeit und natürlich um das Thema „Fahrer/in gesucht“.

 

Und immer wieder war zu hören: Die Menschen nehmen gerne das Angebot der vielen Bürgerbusvereine in Hessen an die mit ihren Fahrzeugen ein weiteres Verkehrsmittel anbieten, das den ÖPNV vor Ort ergänzt. Am Steuer sitzen ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer.

 

Während der Veranstaltung konnte man immer wieder bei verschiedenen Gesprächen feststellen, dass das Projekt Bürgerbus sehr unterschiedlich durchgeführt wird. Während die meisten Bürgerbusvereine, die hauptsächlich nach 2000 gegründet wurden, mehr oder weniger nach dem Prinzip eines Sammeltaxis unterwegs sind (d.h. die Fahrt muss am Vortag telefonisch bei einem Koordinator angemeldet werden) und die Busse auch nur an 2-3 Tagen in der Woche fahren, gab es auch einige Vereine, die ähnlich wie in Kirchheim, an maximal 3 Tagen in der Woche nach einem festen Fahrplan in ihrer Gemeinde unterwegs sind.

 

Dass ein Bürgerbus allerdings von Montag bis Freitag nach einem festgelegten Plan fährt und dies das ganze Jahr über, gab und gibt es bisher in Hessen nur einmal – und zwar in Kirchheim.

Und hierauf dürfen die Verantwortlichen und die Fahrerinnen und Fahrer mit Recht stolz sein, hörte man von vielen Tagungsteilnehmern an diesem Tag.

 

Einen regen Erfahrungsaustausch führten die Kirchheimer Teilnehmer mit den Mitgliedern des erst kürzlich in Betrieb genommenen Bürgerbusses aus Neuenstein.

 

Auch gab es immer wieder ein freundliches „Hallo“ von anderen Teilnehmern, die in Bürgermeister Koch die Person wieder erkannten, der vor etlichen Jahren in verschiedenen Orten den „Kirchheimer Bürgerbus“ vorgestellt hatte und somit den dort neu gegründeten Vereinen wertvolle Tipps gab.

 

Aufgelockert wurde der 1. Hessische Bürgerbus-Tag durch mehrere Vorführungen des Improvisationstheaters „Für Garderobe keine Haftung“ die natürlich alle die Arbeit der Bürgerbusvereine zum Thema hatten.

 

Als besondere Überraschung trugen die Theatermitglieder zum Abschluss der Veranstaltung ein Lied mit dem Titel „1986 – 2086“ vor, wobei sie ganz besonders noch einmal den Kirchheimer Bürgerbusverein erwähnten. Danke hierfür!

 

Bürgerbus Marburg-2

 

 

Der Vorstand des Kirchheimer Bürgerbusvereins mit Bürgermeister

 Manfred Koch

 

Hoffen wir, dass auch in unserer heutigen schnelllebigen Zeit sich immer wieder Menschen finden, die diese Vereine unterstützen und sich als Fahrerin oder Fahrer zu Verfügung stellen. Viele, meist ältere Menschen auf dem   Lande, danken es ihnen jeden Tag.

 

Wenn auch Sie Interesse an der Arbeit des Fördervereins Bürgerbus Kirchheim e.V. haben, entweder als Fahrer/Fahrerin oder als passives Mitglied, rufen Sie uns an, wir geben Ihnen gerne Auskunft:

 

Vorsitzender Dieter Loch Tel.: 06625 - 7518

Kassierer Gerhard Kunz Tel.: 06625 - 7435

 

 

 

Förderverein Bürgerbus Kirchheim e.V. gratuliert dem Ehrenvorsitzenden Gerhard Noltemeyer zum 90. Geburtstag.

 

Am 08. Oktober 2019 konnte der langjährige Vorsitzende des Fördervereins Bürgerbus Kirchheim e.V. und heutiger Ehrenvorsitzender seinen 90. Geburtstag feiern. Bei dieser Gelegenheit gratulierte der Förderbusverein gemeinsam mit Bürgermeister Manfred Koch Gerhard Noltemeyer recht herzlich. Sie bedankten sich bei ihm für sein langjähriges Engagement (20 Jahre Vorsitzender des Bürgerbusvereins und 19 Jahre aktiver Fahrer des Bürgerbusses) zum Wohle der Bevölkerung in den Gemeinden Kirchheim und Oberaula. Die anwesenden Vertreter des Vorstandes richteten nicht nur die herzlichen Grüße des verhinderten 1. Vorsitzenden Dieter Loch aus, sondern bedankten sich bei Gerhard Noltemeyer für die vielen gemeinsamen Jahre, in welchen sie sich für das Fortbestehen dieser tollen Einrichtung gemeinsam engagiert haben. Auch Bürgermeister Koch unterstrich, dass so eine von vielen Kommunen beneidete Einrichtung nur durch das Engagement von beherzten Bürgern funktioniert und weiterlebt. Der Bürgerbus Kirchheim fährt schließlich von Montag bis Freitag nach einem festen Fahrplan und ist somit anders organisiert und aufgestellt, als wie die vielen Bürgerbusse, die nun Land auf Land ab ins Leben gerufen werden. Bürgerbus Kirchheim das bedeutet Pflichtbewusstsein und Engagement. Dies kann man nicht genug würdigen und den Vereinsmitgliedern danken, so Bürgermeister Koch.

 

Gerhard Noltemeyer

 

 

Bild 1   Von der Zukunft in die Vergangenheit

-Kirchheimer Bürgerbusler unterwegs im Emsland –

 

 

Unter dem Motto „Wir genießen Technik und Natur“ stand die diesjährige Herbstfahrt des Kirchheimer Bürgerbusvereins, welche die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer sowie einige Freunde des Vereins ins Emsland führte.

 

Für 4 Tage war die 8000 Einwohner-Gemeinde Sögel der Ausgangspunkt für etliche sehr interessante Ausflüge in die nähere Umgebung.

 

Bild 2Bereits auf der Hinfahrt wurde die bekannte Berentzen Brennerei in Haselünne besichtigt. Bei einer Führung durch das Brennereimuseum und die historischen Säle erfuhren die Fahrtteilnehmer viele interessante Dinge über die Gründung der Kornbrennerei Berentzen im Jahre 1758 sowie die heutigen Besitzverhältnisse. Neben dem allseits bekannten Apfelkorn, mit dem Berentzen in den 70er Jahren den großen Durchbruch erlebte, werden heute viele andere Spirituosen sowie Mineralwässer und Softdrinks hergestellt und in die ganze Welt verschickt.

 

Bei Kaffee und Kuchen hatte man Gelegenheit verschiedene Produkte des Hauses Berentzen zu probieren und natürlich kam der abschließende Besuch des Hofladens auch nicht zu kurz.

 

Der 2. Tag stand ganz im Zeichen der Technik und der Zukunft. Bei der Besichtigung der MEYER WERFT in Papenburg konnte man im wahrsten Sinn des Wortes „Wahre Größe erleben“. Bei einem Rundgang durch das Besucherzentrum wurde auf beeindruckende Weise die Geschichte der Meyer Werft, welche heute noch in Familienbesitz ist, dargestellt. Aus unmitte-lbarer Nähe konnte man sich anschließend von den Produktionsprozessen und dem Glamour der Kreuzfahrtriesen über-zeugen. Zu den Höhe-punkten der Ausstellung gehörte sicher das Originalmodell eines Pod-Antriebs. Diese Propellergondeln messen sechs Meter im Durchmesser und sorgen bei den Kreuzfahrtschiffen für den richtigen Schub.

 

Bild 3

 

Man kam sich wirklich sehr kein neben diesen über 300 Meter langen und 20 Stockwerk hohen Schiffen vor und immer wieder hörte man die Bürgerbusler fragen: „Wie kann solch ein Riese nur schwimmen?“.

 

Bild 4

 

Wie diese immer größeren werdenden und weit über 6000 Passagiere aufnehmenden Kreuzfahrtschiffe von der Werft schließlich in die Nordsee gelangen, wurde bei dem nächsten Besichtigungspunkt geklärt. Denn nach einem Spaziergang durch die Altstadt von Papenburg ging die Fahrt nun zum Ems-Sperrwerk in die Nähe von Leer. Hier erfuhr die Reisegruppe dass dieses Bauwerk 2 Funktonen erfüllt: Zum einen  verbesserte das Sperrwerk den Sturmflutschutz an der Ems flussaufwärts, andererseits war es mit dem Bau dieses gigantischen Bauwerkes und dem daraus möglichen Anstauen der Ems nun möglich, noch größere Schiffe von Papenburg Richtung Nordsee überführen zu können. Somit wurde mit dem Sperrwerk auch der Werftstandort Papenburg mit mehreren tausend Arbeitsplätzen für die Zukunft gesichert. Interessant war auch zu erfahren, dass während der Brutzeit die Ems zum Schutz der Vogelgehege und der Jungvögelaufzucht nicht angestaut werden darf und somit auch keine Schiffe die Werft verlassen können.

 

Ein gemütlicher Abend mit einem tollen Buffet mit Gerichten aus der Region sowie bei Tanz und Gesang mit Alleinunterhalter „Günni“ beendete einen interessanten 2. Reisetag.

 

Der nächste Tag führte die Bürgerbusgruppe zurück in die Vergangenheit. Ziel war das Emsland Moormuseum in Groß Hesepe.  Dieses Museum dokumentiert den Weg von der Moorkolonialisierung bis zur industriellen Abtorfung. Neben zwei Ausstellungshallen und einer ca. 20 ha großen Hochmoorfläche verfügt das Museum über einen Maschinenpark, wo die zur Abtorfung eingesetzten Großmaschinen ausgestellt sind. Eine Besonderheit ist der über 30 t schwere Dampfflug „Mammut“ von der Firma Ottomeyer, der zur Kultivierung der Moorflächen eingesetzt wurde. Der Mammutflug war und ist bis heute der größte gebaute und zum Einsatz gekommene Pflug. Den Abschluss bildete eine Fahrt mit der Feldbahn durch das Hochmoor mit seiner einzigartigen Landschaft.

 

Bild 5

 

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Kreisstadt Meppen mit seinen vielen mittelalterlichen Gebäuden ging es zurück nach Sögel, denn hier erwartete die Bürgerbusler etwas ganz Besonderes: Das Jagdschloss Clemenswerth.

 

Dieses Schloss wurde in den Jahren 1737 bis 1747 für den aus dem Haus Wittelsbach stammenden Kurfürst und Erzbischof von Köln, Clemens August, erbaut. Das Schloss ist eines der sehenswertesten Kulturdenkmäler Norddeutschlands und die einzige noch erhaltene Alleensternanlage weltweit. Acht Lindenalleen führen zum Mittelpunkt, dem Jagdschloss. Der Prunkbau ist umringt von 8 Pavillions.

 

Bild 6

 

Bei einer Führung erfuhr die Gruppe viele interessante Dinge über das Leben in der Barockzeit. Großes Erstaunen gab es, als man erfuhr, dass die Körperpflege zu dieser Zeit doch etwas anders war als heute. Selbst bei Hofe wurde sich kaum von Kopf bis Fuß gewaschen oder gebadet. Waschen galt als gesundheitsschädlich. Und so wurde sich nur „gepudert“! Man benutzte kleine Flohfallen, die oft aus Elfenbein hergestellt waren. Diese Behälter wurden mit Honig oder Blut präpariert, um sie dann unter der Kleidung und auch unter den damals üblichen Perücken zu tragen. Waren die Behälter gefüllt mit Flöhen, wurden sie ausgebrannt und dann weiter benutzt. Diese Beschreibung löste bei vielen Anwesenden ein komisches „Krabbel-Gefühl“ aus!

 

Bild 7

 

Schnell gingen die Tage im Emsland vorbei und so wurde am Sonntag dann der letzte Punkt einer bis dahin sehr interessanten Fahrt angesteuert:  Die Erlebnisgärtnerei Emsflower in Emsbühren. Seit der Gründung einer kleinen Gärtnerei im Jahre 1954 von dem Holländer Jan Kuipers begann die Erfolgsgeschichte von dem Familienunternehmen Emsflower. Bei einem Rundgang wurde der Gruppe interessante Einblicke hinter die Kulissen von Europa`s größter Beetpflanzengärtnerei geboten. Über 300 Millionen Pflanzen verlassen jedes Jahr die Gewächshäuser, in denen die Eintopfung durch Roboter und die weitere Aufzucht elektronisch geregelt ist. Natürlich hatte man abschließend die Möglichkeit einige Blumen oder andere Utensilien für Haus und Garten mit nach Kirchheim zu nehmen.

 

Vorbei an den Ausläufern des Teutoburger Waldes, Paderborn und Kassel ging es dann Richtung Heimat wo die Bürgerbusler gegen 18 Uhr wieder in Kirchheim wohlbehalten eintrafen. Ein besonderer Dank galt auch diesmal wieder Carsten Arndt aus Breitenbach, der diese Reise angeboten und die Gruppe sicher chauffierte hatte.

 

Beim Aussteigen waren sich die Bürgerbusfahrerinnen und -fahrer sowie ihre Gäste einig: Es war eine schöne Reise mit vielen tollen Begegnungen, viel Spaß und vor allem ohne Hektik.

Und wie jedes Jahr hörte man abschließend die Worte: „Ab Montag müssen wir wieder ans Lenkrad, aber wenn wir alle gesund bleiben werden wir uns im Herbst 2020 ganz bestimmt wieder fahren lassen! Es gibt noch viele schöne Ziele in Deutschland“

 

 

Fotos: A. Loch / Text: D. Loch

 

 

 

Bürgerbusverein lud zu Kaffee, Kuchen und Grillen ein

 

Nicht hinter dem Lenkrad des Bürgerbusses, sondern hinter dem großen Grill neben der Schutzhütte in Gershausen konnte man am vergangenen Wochenende die aktiven Fahrer und Vorstandsmitglieder Dieter Loch, Horst Schaub und Heinrich Schenk erleben.

 

Bürgerbus Grillen - 5

 

Bei hochsommerlichen Temperaturen hatte der Vorstand als Dank für die oftmals schon langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zu einer gemütlichen Grillfeier eingeladen. Nicht nur die aktiven Fahrerinnen und Fahrer hatten mit ihren Ehepartnern den Weg nach Gershausen gefunden, nein, zu diesen Grillfeiern ist es schon seit vielen Jahren üblich, dass auch die ehemaligen Fahrer/innen und ihre Partner/innen eingeladen werden.

 

Als weitere Gäste konnte D. Loch die Herren Bürgermeister Koch (Kirchheim) und Wagner (Oberaula) sowie die Sekretärin des Kirchheimer Bürgermeisters, Frau Dehnhard, als stete Ansprechpartnerin des Bürgerbusvorstandes gemeinsam mit ihren Ehepartnern begrüßen.

 

Bürgerbus Grillen - 4

 

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden gab dieser einige Erläuterung über den Unterschied der vielen anderen Trägervereine die in jüngster Zeit in Hessen einen Bürgerbus unterhalten, wie z.B. den Verein in der Nachbargemeinde Neuenstein, der während des Hessentages in Bad Hersfeld seinen neuen Bus in Empfang nehmen konnte.

 

Anschließend ließ man sich die leckeren Kuchen schmecken, die einige Frauen gebacken hatten. Zwischendurch gab es natürlich viel zu erzählen, von den Anfängen des Vereins im Jahr 1986 bis zum heutigen Tag. Und wer konnte hier besser die Anekdötchen zum Besten geben wir der langjährige Vorsitzende des Vereins, nämlich Gerhard Noltemeyer. Entweder in der kühlenden Grillhütte oder unter den Schatten spendenden Sonnenschirmen saßen die Gäste und unterhielten sich prächtig.

 

Bürgerbus Grillen - 3

 

Gegen Abend durchzog der Duft der gegrillten Steaks und Würstchen die Gershäuser Flur. Bei einem kühlen frischen Bier oder einem alkoholfreien Getränk ließen sich die Mitglieder und Gäste das Grillgut sowie die Beilagen schmecken.

 

Bürgerbus Grillen - 2

 

Schnell wurde noch ein gemeinsames Bild mit den anwesenden Fahrerinnen und Fahrern gemacht und dann ließ man langsam einen schönen Nachmittag im Kreise der Bürgerbusfamilie ausklingen.

 

Bürgerbus Grillen - 1

 

Ein Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, sowie allen Kuchenbäckerinnen.

 

 

 

 

Nichts ist schlimmer als Nichts zu tun!

Bürgerbusfahrerin- und fahrer bildeten sich in ERSTER HILFE weiter.

 

Mal ganz ehrlich: Wann haben sich die meisten Besitzer eines Führerscheins das letzte Mal in Erster Hilfe weitergebildet? Viele würden jetzt sagen: Das war als ich meinen Führerschein gemacht habe! Und das dürfte für viele Personen schon sehr lange her sein!

 

Mitglieder beim Auffrischungskurs

 

Da es aber immer wieder Neuerungen auf diesem Gebiet gibt, waren die Mitglieder des Kirchheimer Bürgerbusvereins froh, dass der Ortsverband Kirchheim des Roten Kreuzes solch einen Auffrischungskurs anbot. Denn: Nichts ist schlimmer als nichts zu tun, sollte man einmal zu einem Verkehrsunfall hinzukommen, oder, wie es bei den Fahrerinnen und Fahrern vielleicht auch einmal passieren könnte, dass sich ein Fahrgast verletzt.

 

Los ging es am vorletzten Samstag im neuen DGH in Gossmannsrode.  Doch schon nach wenigen Minuten wurden die Teilnehmer durch die örtliche Sirene aufgeschreckt. Unweit des DGH`s brannte innerhalb kürzester Zeit ein Wohnhaus und eine Scheune in voller Ausdehnung.

 

Breit gefächert war die Thematik der Ausbildung.

 

So wurde auch diese Situation in die Ausbildungsthemen einbezogen und man bekam von Ausbilder Richard Guttke wichtige Informationen über Ver-brennungen und deren Behandlung. Breit gefächert war die Thematik der Ausbildung. Von der Ab-sicherung einer Unfallstelle und dem Absetzen eines Notrufes über das Anlegen verschiedener Verbände bis zur Wiederbelebung einer bewusstlosen Person wurden die Teil-nehmer informiert und mussten immer wieder selbst diese Tätigkeiten ausführen.

 

Anwendung eines Notfall Defibrillators

 

Für die meisten Teilnehmer war hierbei die richtige Anwendung eines Notfall Defibrillators – wie er z.B. in vielen Schulturnhallen oder in Kirchheim im REWE Markt deponiert ist, ganz neu. Nach der Anwendung stellen jedoch alle Teilnehmer einstimmig fest, dass solch ein Gerät eigentlich sehr leicht zu bedienen und absolut sicher ist. Jeder kann schon morgen vor dem Angesicht des Todes auf lebensrettende Hilfe angewiesen sein. Gut zu wissen, dass man dann solch ein Gerät bedienen kann.

 

Und immer wieder konnte man den einen Satz von Ausbilder Richard Gutke hören: Als Ersthelfer kann man nichts falsch machen. Das Einzige aber das man falsch macht wäre nicht zu helfen.

 

Gegen 16 Uhr endete ein sehr informativer Ausbildungsnachmittag. Alle Teilnehmer waren einstimmig der Meinung, dass es keine verlorene Zeit war, die man an diesem Samstag in Gossmannsrode verbracht hatte. Nicht nur im Straßenverkehr könnte die Hilfe der Fahrerinnen und Fahrer gebraucht werden, nein, viele Menschen denken oftmals nicht daran, dass ihre Hilfe ganz schnell auch im eigenen Haushalt bei den eigenen Familienangehörigen benötigt werden könnte. Wäre es da nicht furchtbar sich eingestehen zu müssen, dass man aus Unwissenheit nicht helfen konnte?

 

Richard Gutke

 

Ein ganz besonderer Dank geht von den Teilnehmern des Bürgerbus-Vereins an den Ausbilder Richard Gutke, der in humorvoller Weise sein Wissen weitergab und so dieser Samstag nie langweilig wurde. Danke auch an die beiden Rot Kreuz Mitglieder Christa Hahn und Hannelore Hofmann für die gute Betreuung und Verpflegung an diesem Tag.

 

Abschließend kann nur festgestellt werden, dass möglichst viele Menschen die Möglichkeit nutzen sollten um in gewissen Abständen ihr Wissen über Erste Hilfe aufzufrischen. Denn, wie sagte der Ausbilder immer wieder: Nichts ist schlimmer als nichts zu tun! Vielleicht könnten wir selbst ja schon die Nächsten sein, der Hilfe benötigten bis die professionellen Retter am Unfallort eintreffen.

 

Erste Hilfe auffrischen

 

Der DRK Ortsverband Kirchheim freut sich sicher über jede Person, die sich zu diesem Thema weiterbilden lässt oder sein Wissen einfach nur auffrischen möchte.

 

Text und Fotos: Dieter Loch

 

 

Langjährige Bürgerbus-Fahrer verabschiedet.

 

Die Weihnachtsfeier im Gershäuser Dorfgemeinschaftshaus bildete einen würdigen Rahmen um 3 langjährige Fahrer des Fördervereins Bürgerbus Kirchheim e.V. aus dem aktiven Fahrdienst zu verabschieden.

 

Sehr erfreut zeigte sich die stellvertretende Vereinsvorsitzende Angelika Schaub über die überaus hohe Teilnahme an dieser Veranstaltung. In Vertretung des erkrankten Vorsitzenden Dieter Loch konnte sie daher neben den fast vollzählig erschienenen Fahrerinnen und Fahrern mit deren Partnern/Partnerinnen auch die Bürgermeister der Gemeinden Kirchheim und Oberaula Manfred Koch und Klaus Wagner mit Ehefrauen im weihnachtlich geschmückten DGH in Gershausen begrüßen.

 

Beide Gemeindeoberhäupter ließen es sich daher auch nicht nehmen, nochmals auf die Wichtigkeit dieses Bürgerbusses hinzuweisen, der nunmehr seit 1986 täglich zweimal seine Runden durch das Aula- und Ibratal dreht, um vor allem ältere Mitbürger in die Kreisstadt Bad Hersfeld zu bringen.

 

Der modernste Bus nütze nichts, wenn nicht immer Menschen bereit wären, ehrenamtlich für den Verein tätig zu werden. Man freue sich über jede neue Fahrerin und neuen Fahrer, die ihre Freizeit in den Dienst des Vereins stellen würden.

 

Aber sei es auch ganz normal, dass langjährige Fahrer aus Altersgründen irgendwann einmal ausscheiden würden.

 

Begleitet mit dem Applaus der anwesenden Mitglieder wurden dann die Fahrer Sepp Krotzky, Kurt Ickler und Martin Boländer in den verdienten „Bürgerbusfahrer-Ruhestand“ versetzt.

 

Langjährige Bürgerbus-Fahrer verabschiedet.

Von links: Kurt Ickler, Sepp Krotzky, Bgm. Manfred Koch, Martin Boländer,

Bgm. Klaus Wanger, 2. Vors. Angelika Schaub

 

Sepp Krotzky war 1986 Gründungsmitglied des Bürgerbusvereins und nach Beendigung seiner Berufstätigkeit über 18 Jahre ehrenamtlicher Fahrer.

 

Auch Kurt Ickler stand dem Verein über 15 Jahre als Fahrer zur Verfügung.

 

Martin Boländer war neben seiner 10jährigen Tätigkeit als Fahrer von 2010 bis 2012 als stellvertretender Vereinsvorsitzender und anschließend von 2012 bis 2018 als 1. Vorsitzender des Fördervereins Bürgerbus Kirchheim e.V. tätig.

 

Alle drei Fahrer erhielten von Bürgermeister Koch eine Urkunde sowie vom Vereinsvorstand ein Bild überreicht auf dem alle aktiven Bürgerbusfahrerinnen und -fahrer abgebildet waren.

 

Zwei neue Bürgerbusfahrer

Sicher würden den „Stammgästen“ des Bürgerbusses diese 3 altbekannten Gesichter in der Zukunft fehlen, stellte Angelika Schaub abschließend fest, aber man zeigte sich auch sehr erfreut über die Tatsache, dass mit Beginn des Jahres 2019 zwei neue Personen als Fahrerin bzw. Fahrer zur Verfügung ständen. Dies seien aus Kirchheim Edith Schornstein und aus Friedigerode Alfred Bachmann.

 

Natürlich sei man ständig bestrebt, neue Fahrerinnen und Fahrer zu gewinnen. Allerdings habe man auch in letzter Zeit festgestellt, dass dies immer schwieriger würde.

 

Nach Eintritt in den Ruhestand würden viele Personen zunächst ihre privaten Ziele und Interessen im Vordergrund sehen. Dies sei natürlich auch verständlich, würde aber auch für den Vereinsvorstand bedeuten, dass sehr oft Personen ganz direkt angesprochen werden müssten, um sie für den Bürgerbusverein zu gewinnen.

 

Dennoch würde man nicht aufhören, die Werbetrommel für das Projekt „Bürgerbus“ zu rühren, denn die vielen zufriedenen Fahrgäste zeigten, wie notwendig diese einmalige Bürgerinitiative in unserem ländlichen Raum sei.

 

Zurzeit stehen dem Verein 4 Fahrerinnen und 18 Fahrer zur Verfügung.

 

Nach einem gemeinsamen Essen verbrachte die große Bürgerbusfamilie noch einige gemütliche Stunden im DGH Gershausen. Zwischen den Jahren hatten dann alle Fahrerinnen und Fahrer frei, um dann ab dem 2.Januar 2019 wieder täglich mit dem „Gelben“ ihre Fahrgäste nach Bad Hersfeld zu fahren und abends wieder wohlbehalten in den einzelnen Ortsteilen abzusetzen.

 

Text. D. Loch  /  Foto: G. Dipp

 

 

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Von der süßen Schokolade zur sauren Gurke !

- Kirchheimer Bürgerbusler unterwegs -

 

Es gehört seit vielen Jahren zur Tradition, dass die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbusvereins Kirchheim Mitte September mit ihren Angehörigen und Freunden des Vereins eine mehrtägige Reise durchführen. Diesmal war die 100 000 Einwohner zählende Stadt Cottbus und der Spreewald ihr Ziel.

Besucherwerk Lichterfeld
Auf ihrem Weg dorthin wurde zunächst ein Abstecher nach Lichterfeld gemacht, um hier eine der größten beweglichen Arbeitsmaschinen der Welt, die F 60, zu besichtigen. Und man kam sich wirklich sehr klein vor, als man vor der 502 Meter langen, 204 Meter breiten und fast 80 Meter hohen Abraumförderbrücke stand.

Nur 2 Jahre war dieses gigantische Gerät im Braunkohletagebau eingesetzt und beförderte in dieser Zeit ca. 27 Mio. cbm Abraum.

Am nächsten Tag stand der Besuch der „Confiserie Felicitas“ in Spremberg-Hornow auf dem Programm. Bei einer kurzen Vorstellung des Betriebes wurden den Fahrtteilnehmern neben heißer Schokolade herrlich schmeckende Pralinen serviert. In einem Film wurde dargestellt, wie das belgische Ehepaar Godele und Peter Bienstman, 1992 mit der Idee, in der Lausitz Schokoladenprodukte und Pralinen aus ihrer Heimat zu erzeugen, begonnen und sich bis heute zu einer führenden Confiserie entwickelt haben.

Ganz besonders überrascht war die Besuchergruppe, als sie von dem überaus freundlichen Ehepaar mit großer Herzlichkeit persönlich begrüßt wurden. Natürlich nahm man die Gelegenheit gerne wahr, um verschiedene Schokoladenprodukte als Mitbringsel einzukaufen.

Anschließend führte die Fahrt weiter durch den Spreewald nach Straupitz, wo die Besichtigung einer Holländer Windmühle, die letzte existierende Dreifachwindmühle, anstand. In ihr wird heute noch Leinöl gepresst.

Bei einem Gang durch die Ölmühle erfuhr man viel Wissenswertes und Spannendes zum Thema Leinöl und konnte natürlich auch bei der Herstellung des „Spreewaldgoldes“ dem Müller über die Schulter schauen.

Straupitz, Besichtigung einer Holländer Windmühle

Dass viele Fahrtteilnehmer beim anschließenden Mittagessen das Spreewälder Nationalgericht probierten, war natürlich Ehrensache. Schließlich heißt es nicht umsonst: „Leinöl, saure Gurken und Quark, machen den Spreewälder stark!“ Und das verspürten auch die Kirchheimer Gäste.

Eine Stadtrundfahrt durch Cottbus mit seinen vielen alten und neuen Sehenswürdigkeiten rundete einen ereignisreichen Tag ab.

Am dritten Tag startete man bei strahlendem Sonnenschein nach Boblitz zur bekannten Gurkeneinlegerei „SPREEWALDRABE“

Boblitz, Gurkeneinlegerei „SPREEWALDRABE

Hier spitzten Alle die Ohren, um zu erfahren, wie die Spreewaldgurke von der Anlieferung über viele Förderbänder, aber manchmal auch noch sehr viel in Handarbeit, schließlich ins Glas gelangt. Natürlich nutzte man auch die Gelegenheit, die verschiedenen Gurkenarten zu verkosten.

Und was darf beim Besuch des Spreewaldes auf keinen Fall fehlen: eine Kahnfahrt!

Kahnfahrt

Gestartet wurde von Lübbenau aus mit 2 Kähnen zum Freilandmuseum Lehde. Unterwegs erklärten  die Fährfrau und der Fährmann den Gäste viele wissenswerte Dinge. Mit ihren über vier Meter langen Stangen aus Eschenholz, dem Rudel, stießen sie sich dabei fast schwerelos direkt vom Boden der Fließe ab. Ohne Hektik und ohne Motor, begleitet vom Plät-schern des Rudels und von kurzweiligen Ge-schichten der Kahn-fährleute, erschloss sich so der Reisegruppe das einmalige Labyrinth der Spreewaldfließe.

Nach dem Abendessen ergab sich die Möglichkeit, die Stadt Cottbus zu erkunden oder sich einfach im Biergarten des Hotels noch ein wenig zu unterhalten und bei einem Getränk den Tag ausklingen zu lassen.

Viel zu schnell verging die Zeit und so hieß es am Sonntag auch schon wieder Abschied von Cottbus und dem Spreewald zu nehmen.  Bemerkenswert für alle Kirchheimer war die Tatsache, dass während des Aufenthaltes im Spreewald verschwindend wenig Stechmücken versucht hatten, ihren Bluthaushalt aufzufüllen.

Durch das Lausitzer Seenland ging die Fahrt zunächst nach Dresden wo man bei einer Stadtrundfahrt einige Sehenswürdigkeiten der sächsischen Landeshauptstadt besichtigte.

In besonderer Erinnerung wird wohl Allen die „Pfunds Molkerei“ bleiben. Diese 1880 von den Gebrüdern Pfund gegründete Molkerei gilt heute noch als „schönster Milchladen der Welt“.

Die „Pfunds Molkerei“

 

Weiter ging die Fahrt vorbei an den Brühlschen Terrassen, dem Zwinger, dem Residenzschloß und der Semperoper ­– wo immer noch viele Menschen glauben, dass in diesem Gebäude auch die Radeberger Brauerei ansässig sei – weil beide ja immer in der Werbung in Verbindung gebracht werden.

Nach dem Mittagessen nutzte die Gruppe natürlich die Gelegenheit, die Frauenkirche zu besuchen.  Durch das Schicksal der Zerstörung und den erfolgreichen Wiederaufbau ist diese Kirche weltweit zu einem Wahrzeichen für Toleranz und Frieden geworden.

Auch die Besichtigung des Fürstenzuges durfte nicht fehlen, wo auf einem 101 Meter langen Wandbild aus Meißner Porzellan die Herrscher des Hauses Wettin als Reiterzug dargestellt sind. Hierfür wurden über 24.000 Fliesen verwendet.

Frauenkirche

Wenn man Dresden einen Besuch abstattet, gehört natürlich auch der Verzehr der Original Dresdener Eierschecke, einer Kuchenspezialität aus Sachsen, dazu. Hierzu luden der Vorstand des Bürgerbusvereins die Fahrtteilnehmer auf der Heimfahrt ein.

 

Vorbei an Jena und Eisenach ging es dann nach Hause wo man gegen 19 Uhr wieder in Kirchheim eintraf. Ein besonderer Dank galt zum Schluss wie immer Carsten Arndt aus Breitenbach, der die „Bürgerbusler“ wieder sicher chauffiert hatte.

 

Eine schöne erlebnisreiche, aber vor allem sehr harmonische und stressfreie Fahrt ging somit zu Ende. Beim Aussteigen aus dem Bus war den ehrenamtlichen Fahrern des Bürgerbusvereins klar: „Ab Montag müssen wir wieder ans Steuer, aber wenn Alle gesund bleiben, werden wir uns im Herbst 2019 ganz bestimmt wieder fahren lassen!“

 

Fotos: A. Loch  /  Text:   D. Loch

 

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Förderverein Bürgerbus Kirchheim zog Bilanz 2017

Dieter Loch neuer Vereinsvorsitzender

 

Obwohl die derzeitige Grippewelle auch vor den Bürgerbusfahrern nicht Halt macht, konnte Vereinsvorsitzender Martin Boländer am vergangenen Samstag fast alle Fahrerinnen und Fahrer sowie weitere Vereinsmitglieder im DGH Reckerode zur Jahreshauptversammlung begrüßen.

 

In seinen Grußworten bedankte sich Kirchheims Bürgermeister Manfred Koch auch im Namen des verhinderten Oberaulaer Bürgermeisters Klaus Wagner bei den z.Zt. 24 Fahrerinnen und Fahrern für deren ehrenamtliche Tätigkeit. Bürgermeister Manfred Koch berichtete von sehr vielen Anrufen anderer Kommunen, bei denen es immer um die Frage ging, welches das Geheimnis wäre, dass dieses Projekt nunmehr schon 32 Jahre Bestand habe. Und immer wieder sei es dieselbe Antwort, so Bgm. Koch, es seien die Menschen die auf freiwilliger Basis und unentgeltlich diesen Verein am Leben erhalten würden. Sehr oft sei in Hessen und anderen Bundesländern der Versuch eines Bürgerbusses gestartet; es gäbe auch in verschiedenen Gemeinden Busse, die auf telefonische Anfrage Personen beförderten, aber es sei bisher einzigartig, dass, wie in Kirchheim, nach Fahrplan gefahren würde. Und dies nunmehr seit 1986. In all diesen Jahren sei an keinem Tag der Bus einmal ausgefallen.

 

In seinem Jahresbericht stellte Vorsitzender Martin Boländer fest, dass im Jahr 2017 insgesamt 5406 Personen mit den beiden Bürgerbussen befördert wurden.  Man habe auch 2017 bei den Vormittagstouren den Bereitschaftsdienst beibehalten, der vorsah, dass bei Überfüllung des einen Busses ein zweiter Bus eingesetzt wurde, der die zusätzlichen Fahrgäste nach Bad Hersfeld brachte. Hierbei konnte auch festgestellt werden, dass die Personenbeförderung an bestimmten Wochentagen besonders groß war.

 

Insgesamt wurden 2017 mit beiden Bussen 47.075 Kilometer unfallfrei zurückgelegt.

Mit Stolz verkündete Martin Boländer, dass seit Beginn des Bürgerbusbetriebes 1986 mit den Bussen 1.669.247 Kilometer unfallfrei gefahren wurden.

 

Als wichtigste Veränderung im vergangenen Jahr bezeichnete M. Boländer die Auflösung der Hersfelder Eisenbahn Gesellschaft mbH (HEG) zum Ende des Jahres 2017, die seit 1986 als Konzessionsträgerin aufgetreten war.

Mit Beginn des Jahres 2018 wird der Bürgerbus Kirchheim nunmehr von einem anderen Tochterunternehmen der Hessischen Landesbahn weiterbetrieben, nämlich der HLB Hessenbus GmbH in Kassel.

Dies erkläre auch die Auswechslung der Nummernschilder an den Bussen, die jetzt ein KS- Kennzeichen tragen würden.

Als neuer Bürgerbusfahrer konnte 2017 Wolfgang Curth begrüßt werden, die langjährige Bürgerbusfahrerin Irene Holznagel schied 2017 aus, weil sie mit ihrem Lebensgefährten wieder nach Berlin gezogen war.

 

Neben dem Fahrdienst erinnerte Martin Boländer in diesem Zusammenhang auch an die geselligen Momente, die im Bürgerbusverein ebenfalls von großer Bedeutung seien. Hierbei erwähnte er das jährliche Schlachtekohl-Essen, eine Grillfeier in Gershausen sowie eine 4tägige Fahrt in das Altmühltal und schließlich die Weihnachtsfeier, die alle von den Fahrerinnen und Fahrern mit ihren Ehepartnern gut angenommen wurden.

 

Sein Dank galt abschließend der HEG als ehemalige Konzessionsträgerin, den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und dem Schwalm-Eder-Kreis sowie den Gemeinden Kirchheim und Oberaula, aber ganz besonders seinen Fahrerinnen und Fahrern, sowie seinen Vorstandsmitgliedern.

 

Bei den anschließenden Neuwahlen des Vorstandes hatte Martin Boländer bereits im Vorfeld angekündigt, dass er aus Altersgründen nicht mehr kandidiere. Seit 2012 hatte er dieses Amt inne.

Einstimmig wurde von den Anwesenden Dieter Loch aus Gershausen zum neuen Vorsitzenden des Fördervereines Bürgerbus Kirchheim e.V. gewählt.

In ihren Ämtern wurden folgende Vorstandsmitglieder einstimmig bestätigt:

2. Vorsitzende: Angelika Schaub. Kassierer: Gerhard Kunz. Fahrmeister: Reinhold Schenk. Schriftführer: Heinrich Schenk.

 

Dieter Loch bedankte sich bei den Anwesenden für das in ihn gesetzte Vertrauen und erklärte nochmals die Einzigartigkeit dieses Vereins. Sehr oft höre man bei den Fahrgästen die Feststellung: „Was würden wir nur machen, wenn es den Bürgerbus nicht gäbe!“ – „Unsere oberste Aufgabe als Fahrerin und Fahrer sollte es daher sein, dieses in uns gesetzte Vertrauen jeden Tag zu bestätigen; durch Pünktlichkeit, Freundlichkeit und Sicherheit!“ betonte der neue Vorsitzende.

Aber auch die Anwerbung neuer Fahrerinnen und Fahrer sei eine seiner wichtigsten Aufgaben. Je mehr Personen zur Verfügung ständen, desto geringer sei die Belastung für den Einzelnen.

Er wünschte sich, dass auch im 32. Jahr seit dem Beginn des einstigen Modellvorhabens unter dem Motto „Bürger fahren für Bürger“ die Bereitschaft für Andere da zu sein, weiterbestehe, und dies ganz ohne parteipolitischen Einfluss.  

 

 

Der Bürgerbusvorstand (v.l.): Kassierer Gerhard Kunz, Fahrdienstleiter Horst Schaub, Fahrmeister Reinhold Schenk, 2. Vorsitzende Angelika Schaub, Bürgermeister Manfred Koch, ehem. 1. Vorsitzender Martin Boländer, Schriftführer Heinrich Schenk und der neue Vorsitzende Dieter Loch.

Foto: Wilfried Schuch

 

Abschließend  wünschte der neue Vorsitzende Dieter Loch   den Fahrerinnen und Fahrern für das restliche Jahr 2018 immer eine unfallfreie Fahrt.

 

Falls auch Sie sich für den Bürgerbusverein interessieren (sowohl als Fahrerin/Fahrer oder auch als förderndes Mitglied) rufen sie uns an! Wir freuen uns!

 

Ansprechpartner: Dieter Loch, Tel. 06625-7518  

                               Angelika Schaub, Tel. 06625-7308

 

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Unser Motto "Bürger fahren für Bürger"
Was im Jahr 1985 als Modellversuch des Landes Hessen begann, läuft nunmehr seit mehr als 25 Jahren als feste Einrichtung der Gemeinde Kirchheim.

Unter dem Motto „Bürger fahren für Bürger“ wurde in einem Modellvorhaben mit einem Kleinbus für 8 Personen, der die Verkehrsverbindungen der zwölf Ortsteile Kirchheims untereinander sowie die Anbindung an die Kreisstadt Bad Hersfeld deutlich verbessern sollte, begonnen. Wie in einer Selbsthilfeorganisation haben die Bürger dann selbst festgelegt, wo und zu welchen Zeiten ihr Bürgerbus fahren soll.

 


Damit das Vorhaben auch reibungslos ablaufen konnte, wurde ein Verein gegründet. An der Betreuung dieses in Hessen einmaligen ÖPNV-Projektes sind der Landkreis Hersfeld, als Betreiber die Hersfelder Eisenbahn GmbH (HEG), der Schwalm-Eder-Kreis und die Gemeinden Kirchheim und Oberaula beteiligt.

Der gelbe Bürgerbus der Gemeinde Kirchheim fährt regelmäßig an allen Werktagen von Montag bis Freitag seine Vor- und Nachmittagstour von insgesamt 220 km täglich. Er verbindet die Ortsteile Kirchheims untereinander und zusätzlich mit einigen Ortsteilen der Nachbargemeinden Oberaula und Breitenbach sowie der Kreisstadt Bad Hersfeld zu einem kostengünstigen Tarif.

Möglich ist dies nur durch die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer, die unentgeltlich für ihre Mitbürger den Bürgerbus fahren und die im Förderverein Bürgerbus Kirchheim e.V. zusammengeschlossenen Helferinnen und Helfer,  die für Organisation und Betrieb des Bürgerbusses zuständig sind.

 

Mit dem Bürgerbus lassen sich vielerlei Termine bequem erledigen: Einkäufe, Arzttermine, Besuche im Klinikum Bad Hersfeld, Fahrten zum Bahnhof nach Bad Hersfeld oder Besuche von Freunden und Bekannten in den Ortsteilen.

    Vormittagsroute:
Der Bürgerbus beginnt seine Fahrt um 8:10 Uhr in Kirchheim fährt über Goßmannsrode und Reckerode wieder zurück nach Kirchheim und anschließend durch das Aulatal nach Oberaula und durch das Ibratal zurück nach Kirchheim. Nach Anfahrt verschiedener Haltestellen in Kirchheim geht die Fahrt um 9:30 Uhr über Reckerode nach Bad Hersfeld. Dort hat der Bürgerbus von 9:45 Uhr Aufenthalt bis zur Rückfahrt um 12:05 Uhr. Die Rückfahrt erfolgt über die Lange Heide nach Kirchheim, durch das Ibratal nach Oberaula und durch das Aulatal zurück nach Kirchheim (13:14 Uhr).

    Nachmittagsroute:
Beginn 13:20 Uhr in Kirchheim durch das Ibratal nach Oberaula und weiter durch das Aulatal zurück nach Kirchheim. Nach Anfahrt verschiedener Haltepunkte in Kirchheim geht die Fahrt um 14:20 Uhr über Reckerode nach Bad Hersfeld. Aufenthalt in Bad Hersfeld von 14:35 bis 17:00 Uhr. Rückfahrt über die Lange Heide nach Kirchheim, durch das Ibratal nach Oberaula und durch das Aulatal zurück nach Kirchheim (18:09 Uhr).

Die Haltestelle in Bad Hersfeld befindet sich am Marktplatz vor der Bücherei. Bei Bedarf wird das Klinikum Bad Hersfeld und der Bahnhof in Bad Hersfeld angefahren. Dies ist dem Fahrer vor Antritt der Fahrt mitzuteilen.

Fahrgäste aus den Kirchheimer Ortsteilen Goßmannsrode und Rotterterode, aus Oberaula-Friedigerode und Breitenbach-Machtlos können bei Bedarf ihre Fahrt beim Fahrer des Bürgerbusses unter der Rufnummer  0172/8761543 morgens ab 8:05 Uhr anmelden.                        

Zur Zeit verfügt der Verein über 21 Bürgerbusfahrer (3 Fahrerinnen und 18 Fahrer). Diese fahren im Schnitt an 2 Tagen im Monat entweder die Vormittags- oder die Nachmittagstour. 

 


Förderverein Bürgerbus Kirchheim e.V.
 


Neue Fahrerinnen und Fahrer sind jederzeit gerne gesehen! 

 

 

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Am 25. Juni 2016 feierte der Bürgerbus Kirchheim sein 30-jähriges Bestehen. 

 

Er fährt … und fährt … und fährt  … !!!

Das Erfolgsmodell in Kirchheim: 30 Jahre Bürgerbus

 

 

Für viele Bürger ist es ein vertrautes Bild, wenn „der Gelbe“ – wie er liebevoll genannt wird, viermal  täglich seine Runden durch das Ibra- und Aulatal und weiter über die „Lange Heide“ nach Bad Hersfeld und zurück dreht.

Und immer wieder ist es die gleiche Feststellung, die die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer bei ihren Touren hören: „Was würden wir nur machen, wenn es den Bürgerbus nicht gäbe!“

 

Grund genug also, im Rahmen eines Grillfestes für die Fahrerinnen und Fahrer sowie deren Angehörige  die „30 Jahre Bürgerbus Kirchheim“ zu feiern.

 

Vereinsvorsitzender Martin Boländer zeigte sich erfreut, dass er neben den vielen erschienenen Mitgliedern des Bürgerbusvereins auch Landrat Dr. Michael Koch, den Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim Herrn Manfred Koch,  den 1. Beigeordneten der Gemeinde Oberaula, Herrn Roland Maurer, sowie den Ehrenvorsitzenden  des Bürgerbusvereins, Herrn  Gerhard Noltemeyer  und einige ehemalige Fahrer in der Grillhütte im OT Gershausen begrüßen konnte.

 

In einer kurzen Zusammenfassung erinnerte der Schriftführer des Bürgerbusvereins, Herr Heinrich Schenk nochmals an die Anfänge des „Unternehmens Bürgerbus“, beginnend bei der Bewerbung der Gemeinde Kirchheim um einen Modellversuch in Hessen im Jahr 1985, den Start des Fahrbetriebes mit 2 Fahrerinnen und 12 Fahrern am 02.06.1986, der Erweiterung des Bedienungsgebietes um Teile der Gemeinde Oberaula sowie des Ortsteiles Machtlos der Gemeinde Breitenbach/H. im Jahr 1987.

Er erinnerte an die vielen Besprechungen mit Vertretern des Landes, des Landkreises und der Gemeinden Oberaula und Kirchheim, die allesamt das gleiche Ziel hatten: Den Modellversuch „Bürger fahren Bürger“ zu einem Erfolg werden zu lassen.

 

Gleiches betonte auch Landrat Dr. Koch in seinen Grußworten. Dieses Modell „Bürgerbus“ sei in vielen Bundesländern gestartet, leider aber in den meisten Fällen wieder gescheitert, da es an den erforderlichen Fahrerinnen und Fahrern fehlte.

Dr. Koch bedankte sich im Namen des Landkreises bei den vielen Fahrerinnen und Fahrern, die seit dem Start vor 30 Jahren  dafür gesorgt hätten, dass dieses Modell zu keinem Auslaufmodell geworden sei.

 

Ehrenbrief des Landes Hessen für Heinrich Schenk

Erfreut zeigte sich Landrat Koch, dass er im Rahmen dieser Feier Herrn Heinrich Schenk den Ehrenbrief des Landes Hessen überreichen konnte. Heinrich Schenk war Gründungsmitglied des Bürgerbusvereins, seit Beginn Schriftführer und natürlich auch Fahrer.

 

Neben diesem Engagement war Heinrich Schenk von 1989 bis 1997 in der Gemeindevertretung und von 1997 bis heute  im Gemeindevorstand der Gemeinde Kirchheim tätig. In seiner Heimatgemeinde Goßmannsrode war er mehrere Jahre stellv. Wehrführer und Vereins- vorsitzender und beim TSV Kirchheim begleitet er seit 2009 das Amt des 1. Vorsitzenden.

 

Von links: Bgm. Manfred Koch, Heinrich Schenk, Landrat Dr. Michael Koch, Vors. Martin Boländer

 

 

Der „6. Gelbe“ in Betrieb

Bürgermeister Manfred Koch betonte in seinen Grußworten, dass man auf das Modell „Bürgerbus“ sehr stolz sei.

Er erinnerte an die Besuche seiner Amtsvorgänger und Bürgerbus-Mitglieder bei seinerseits schon bestehenden Bürgerbus-Gemeinden, an viele Gespräche mit den Verantwortlichen beim Landkreis, dem Regierungspräsidenten dem Hess. Ministerium für Wirtschaft und Technik, dem SNV, HEG und der DB, die alle zum Ziel hatten, das Unternehmen „Bürgerbus“ in Kirchheim erfolgreich abzuschließen.

 

Aber was nützt das neueste und beste Fahrzeug, wenn  der Platz „vorne links“ nicht besetzt werden kann. Dies ist jedoch nur möglich, weil im Moment 3 Fahrerinnen und 21 Fahrer ehrenamtlich zur Verfügung stehen.

 

 

Und dann gab es noch einige Zahlen für die Statistik:

Der erste Bürgerbus ging nach 6 Jahren mit einer Laufleistung von 340.00 km im Jahr 1992 in den Ruhestand.

Mittlerweile tut der 6. Bürgerbus seinen Dienst. Seit dieser Zeit werden die jeweiligen Vorgänger als Ersatz- bzw. Zweitfahrzeug in Reserve gehalten um auch bei großem Fahrgastaufkommen gerüstet zu sein.

Und dies erwies sich als eine gute Idee. Seit 2016 ist die Nachfrage so groß, dass vormittags oftmals zwei Busse eingesetzt werden müssen. Aus diesem Grund wird seit Beginn des Jahres 2016 vormittags ein zusätzlicher Bereitschaftsdienst eingeteilt.
 

Seit 1986 mehr als 41 mal um die Erde gefahren

Seit dem 02.06.1986 wurden bisher pro Jahr ca. 50.000 km zurückgelegt. Dies bedeutet eine Gesamt-Kilometerleistung von ca. 1.650.000 km, die allesamt unfallfrei gefahren wurden.

In dieser Zeit wurden ca. 264.000 Fahrgäste befördert.

 

Alle Redner wünschten den Mitgliedern des Bürgerbusvereins weiterhin viel Erfolg für die Zukunft, den aktiven  Fahrerinnen und Fahrern immer eine gute und unfallfreie Fahrt und für die Zukunft weiterhin die zufriedenen Fahrgäste, die „ihren Bürgerbus“ nicht mehr missen wollten.

 

Und in Einem waren sich alle Gastredner einig:

Sie wünschen dem Bürgerbusverein auch zukünftig  immer genügend Fahrerinnen und Fahrer, damit das Unternehmen „Bürger fahren Bürger“ noch viele Jahre erfolgreich weitergeführt werden kann.

Interessierte Bürger seien immer gerne willkommen und könnten sich bei dem 1. Vor- sitzenden Martin Boländer (Tel. 06625 – 344100) jederzeit melden.

 

Die Fahrerinnen und Fahrer verbrachten noch einige gesellige Stunden mit ihren Angehörigen in der Gershäuser Grillhütte und ließen sich die gegrillten Würstchen und Steaks mit Beilagen schmecken.

 
(Text: Dieter Loch / Fotos: Anne Loch)