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CORONA-Virus

Kirchheim, den 23.03.2020

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

innerhalb weniger Tage hat sich das Leben in unserer Gemeinde, unserem Land ja in ganz Europa verändert. Wir alle werden von einem unsichtbaren Feind bedroht der uns nach der Gesundheit aber einigen auch nach dem Leben trachtet.

 

Es ist schon etwas seltsam, eigentlich scheint alles wie immer, wenn nicht das öffentliche Leben, unser gemeinsames Miteinander durch immer neue Bestimmungen und Regeln in einem Maße eingeschränkt würde, wie viele von uns dies in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nicht erlebt haben.

 

Dabei ist der Feind nicht zu sehen, nicht zu riechen, fühlen und nicht zu schmecken. Und trotzdem wird er uns alle, unsere Gesellschaft vor nie geahnte Herausforderungen stellen, denn er trachtet uns nicht nur nach unserer Gesundheit und unserem Leben, sondern auch in vielen anderen Bereichen wird in einigen Wochen oder Monaten nichts mehr sein wie es war.

Viele Menschen können ihren Arbeitsplatz verlieren und damit auch ihr Einkommen. Die öffentlichen Kassen werden leer sein und vieles was uns bisher lieb und selbstverständlich war wird in Frage gestellt werden.

 

Die Natur zeigt uns damit, dass sie doch stärker sein kann, als alle Technik und das offenbar von uns unendlich angehäufte Wissen und Können.  Obwohl wir zurzeit Abstand und Distanz halten müssen und sollen, müssen wir wieder zeigen, dass wir eine Gemeinschaft sind die füreinander da ist und miteinander lebt.

 

Der erste Schritt zu dieser Solidarität und einer starken Gemeinschaft ist, dass wir erkennen wie wichtig es ist, dass wir uns jetzt und heute an die uns auferlegten Regeln halten und diese beachten. Es geht dabei nicht nur um die eigene Gesundheit oder die unserer Angehörigen, nein, es geht dabei auch um die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen und um unsere Arbeitsplätze.

 

Wollen wir gemeinsam hoffen, dass die Medizin schnell einen Impfstoff findet und somit diese wirkliche Krise nicht so lange andauert und sich die Auswirkungen somit noch in Grenzen halten lassen. Dann werden wir alle gefordert sein, auf dem Weg in die Normalität wieder alle Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen mitzunehmen.

 

Vielleicht ist dies ja dann auch eine Chance, falsche Entwicklungen und Wege zu korrigieren, und nicht auf’s Neue zu begehen.

 

Wer durch Missachtung der Regeln auffällig wird, zeigt, dass er nicht fähig ist Zusammenhänge zu erkennen und muss sich vor all denen, die mit großem Einsatz bemüht sind unser öffentliches Leben aufrecht zu erhalten, schämen. Unser Respekt und Dank gilt den Menschen die in dieser Zeit an der Ladenkasse sitzen, die Regale auffüllen, dafür sorgen, dass wieder neue Ware in die Läden kommen, in den Arztpraxen arbeiten, die Patienten in den Kliniken und Pflegeeinrichtungen pflegen und behandeln und in vielen anderen Berufen sowie Ehrenamtliche die dafür sorgen, dass unsere Sicherheit und Ordnung sowie die Grundlagen der Infrastruktur unseres Lebens aufrecht erhalten bleibt.

 

Vermeiden Sie Ansteckung, verlieren Sie Ihre Mitmenschen nicht aus dem Blick, helfen Sie dort wo es notwendig ist und bleiben Sie gesund. So werden wir auch diese Herausforderung gemeinsam schultern.