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1. Interessentreffen

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Pressemitteilung

 

„Menschen helfen Menschen“ – „Füreinander – Miteinander“ Zur Auftakt- und Informationsveranstaltung fanden sich am vergangenen Mittwoch mehr als 50 interessierte  Bürgerinnen und Bürger aus Kirchheim und Niederaula im Anbau des Bürgerhauses in Kirchheim ein. Bürgermeister Manfred Koch zeigte sich in seiner Begrüßung sehr erfreut und angenehm überrascht, wie viele Menschen der Einladung aus der Gemeindezeitung gefolgt sind. Dies zeige die „hohe Bereitschafts- und Erwatungshaltung der Bürgerschaft zu dem Projekt einer Generationenhilfe.

 

Auf Initiative von Herrn Hans Fink berichtete Herr Dr. Unbehauen vom Wirken des Vereins „Oberes Fuldatal“ in Gersfeld (Rhön) und Ebersburg. Dort fanden sich vor drei Jahren, hilfsbereite Menschen zur Nachbarschafts- und Generationenhilfe zusammen und haben ihre Ideen zur Unterstützung und Begleitung hilfebedürftiger Menschen in die Tat umgesetzt. Ihre Initiative wurde als eine der ersten in Osthessen durch Unterstützungsprojekte aus Bund- und Land sehr aufmerksam begleitet.

 

Aber auch der Verein „Menschen unterstützen Menschen“ e.V. in Neuenstein hat sich diese Aufgabe der Nachbarschaftshilfe zum Ziel gesetzt und die Erfahrungen dort wurden von Bürgermeister Walter Glänzer sehr anschaulich und nachahmenswert geschildert. Als Vorsitzender des Vereins habe er sehr wichtige Erkenntnisse machen dürfen. So sei es immer wieder zu beobachten, dass Hilfe viel zu spät nachgefragt würde und die Hilfebereitschaft nur sehr zögerlich abgerufen werde. Hier gelte es nach Aussage von Glänzer sehr „sensibel, aber mit Verbindlichkeit die Hilfsangebote zu unterbreiten“. Er sehe die Notwendigkeit solcher Nachbarschaftsinitiativen vor Ort gerade auch wegen der Auswirkungen des demographischen Wandels im ländlichen Raum mehr denn je.

 

Bürgermeister Thomas Rohrbach aus Niederaula dankte Herrn Fink für die Einladung und verwies in seinen Worten auf den Seniorenbeirat in Niederaula. Aus diesem haben sich in jedem Ortsteil Seniorenbeauftragte zur Betreuung älterer Menschen bereit gefunden. Deren Arbeit schilderte Gerhard Braun aus dem Ortsteil Mengshausen als abwechslungsreich und verantwortungsvoll. Gleichzeitig ließ Braun aber auch keinen Zweifel an der Freude, die solch Hilfestellungsangebote bereiten können. Bürgermeister Rohrbach sieht für die Weiterentwicklung zu  solch einer Generationenhilfe in Niederaula   realistische Perspektiven.

 

Herr Fink freute sich über eine derart breite Anschauung von Erfahrungen und Berichten zu der Idee der Gründung einer Generationenhilfe und stellte dabei auch klar, dass das zukünftige Angebot zu keiner anderen Hilfe in Konkurrenz treten werde, sondern ausschließlich als Ergänzung und Vervollständigung eines breiten Angebots für die Menschen verstanden werden soll. Dabei begrüßte Fink auch die Anwesenheit der Kirchenvertreter und der Diakonie, zeige doch dies das hohe Interesse an Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit auf diesem Feld der Generationenhilfe.

 

Stephan Wachsmuth von der Koordinierungsstelle Generationenhilfen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bot den interessierten Bürgerinnen und Bürgern in Kirchheim seine Unterstützung bei den ersten Schritten zu einem Verein und den sich daraus ergebenden Fragen an. Er verwies auf die seniorenpolitische Initiative der Hessischen Landesregierung bei der der Landkreis Hersfeld-Rotenburg als einer von drei Standorten (Schwalm-Eder-Kreis und Odenwaldkreis) für eine derartige Koordinierungsstelle zum Aufbau und zur Unterstützung von Generationenhilfen vor Ort eingerichtet worden sei.  Er ermutigte die Anwesenden zur Verwirklichung ihrer Hilfsangebote und sah in der großen Teilnehmerzahl ein gutes Fundament für das Gelingen des Projekts.

 

In seinen Schlussworten zeigte sich auch Bürgermeister Koch sehr zuversichtlich und nahm den Gedanken der Generationenhilfe zum Anlass, auch dafür zu werben noch stärker alle Generationen in der Gemeinde für dieses Ziel zu gewinnen.

 

Die nächste Zusammenkunft wurde für den 23.01.2013 zwischen den Teilnehmern vereinbart. Hier werden dann auch noch einmal die Vereine und weitere Interessierte